Ein handgeschriebener Brief ist kein Relikt aus der Vergangenheit

In diesem lesenswerten Artikel betrachtet die Autorin Katharina Becker die Bedeutung der Wirkung von traditionellen handschriftlichen Briefen.

Ihre Zusammenfassung lautet: „Ein handgeschriebener Brief lässt sich nicht durch einen einfachen Mausklick löschen. Briefe gelten als Brücken zwischen dem Gestern und der Gegenwart, oft als Nachlass einer geliebten Person. Werden unsere Enkel irgendwann einmal unsere E-Mails lesen oder hat die Maus das Papier bald ganz gefressen?“

Denn bei aller aller Euphorie für digitale Medien wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat & Co kann man eine Tatsache nicht verleugnen. Die digitale Effizienz bei der Kommunikation geht eindeutig zu Lasten der Tiefe im Sinner von Erinnerungen und Emotionen.

Auch heute erreicht eine klassische Brieffreundschaft eine psychologische Tiefe die einzigartig ist. Denn ein “Happy Birthday” auf die Facebook Pinnwand zu posten ist praktisch bedeutungslos. Der Effekt korreliert mit dem dahinter stehenden Aufwand des Senders. Es bleibt in der digitalen Welt und damit faktisch bedeutungslos in der realen Welt.

Ein Brief liegt auf dem Tisch, eine Karte pint man sich ggf. auch an die Wand und wird in jedem Fall mehrmals damit konfrontiert.

Wer schreibt, der bleibt. Man freute sich darüber, man hängt es an die Wand.

Quelle: Tinte und Papier – Relikte aus einer längst vergangenen Zeit? | f1rstlife