Liebesbriefe in Handschrift bleiben auch im Internet-Zeitalter einzigartig

Die Adresse ist mit roter Tinte verfasst, die Rückseite mit Siegellack verschlossen, und aus dem Kuvert fällt beim Öffnen ein handgeschriebener Brief aus Büttenpapier, der nach Parfüm duftet. In der Anrede liest man: „Geliebter Geliebter!“ Oder: „Geliebte Geliebte!“ Der Puls schlägt schneller: Ein Liebesbrief!
Tag für Tag wird irgendwo in Deutschland ein Briefträger zum Postillon d’Amour, und wirft ganz geschäftsmäßig eine Nachricht in den Briefkasten, die nicht einfach nüchterne Informationen vom Sender zum Empfänger transportiert, sondern Worte, die von Herzen kommen und zu Herzen gehen.

Der Umfrage einer großen Partnervermittlung zufolge haben zwar 40 Prozent der Bundesbürger noch nie einen Liebesbrief geschrieben. Man muss aber kein Romantiker sein, um darin die positive Botschaft zu entdecken: um der oder dem Angebeteten verbale Rosen vor die Augen zu streuen, haben fast zwei Drittel der Deutschen tatsächlich schon mal zu Stift und Papier gegriffen.

Wobei die klassische Schreibutensilien hier keine Redewendung sind, sondern ganz konkret das ideale Liebesbrief-Medium bezeichnen. Es gibt wohl keine emotionalere Botschaft als eine solch amouröse Korrespondenz. Ein in nüchtern im Blocksatz formatiertes Blatt aus dem Laserdrucker ist hier fehl am Platz, eine schnöde, schnell getippte E-Mail oder eine SMS auf dem LCD-Display ebenso. Gefühle wie auch die dahinter steckende Persönlichkeit werden durch die auf dem Papier dahinfließende Handschrift immer noch am intensivsten ausgedrückt.

Der handgeschriebene Liebesbrief spielt eine Sonderrolle in der privaten Korrespondenz. Er überrascht den Empfänger, löst große Gefühle aus und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Oft werden Liebesbriefe vom glücklichen Besitzer sogar über viele Jahre wie ein Schatz aufbewahrt. Dieser besonderen Wertschätzung sollte man bereits durch die sorgfältige Auswahl von Briefpapier und Kuvert Rechnung tragen.

Wenn im hektischen Alltag kein geeignetes Schreibgerät zur Hand ist, passendes Papier fehlt, oder die eigene Handschrift nicht überzeugt, gibt es zum Glück eine angemessene Alternative. Die fleißigen Robots von Pensaki helfen gerne dabei, die persönliche Liebesbotschaft mit Tinte und Füller auf hochwertiges Papier zu bringen. Auch Adresse und Absender werden handschriftlich auf das Kuvert geschrieben. Als Materialgrundlage steht eine Auswahl an hochwertigen Briefbögen und Kuverts zur Verfügung.

Mit einer Briefmarke versehen wird der Liebesbrief dann von der Deutschen Post ans Ziel transportiert. Der Absender kann sich auf diese Weise voll und ganz auf das Verfassen des Textes selbst konzentrieren, der online an Pensaki übermittelt wird. Beim Entwurf helfen ein paar einfache Grundregeln – vom Aufbau und äußerer Form des Briefes bis hin zur sprachlichen Gestaltung.

Aufbau eines Liebesbriefes

Der Stil eines Liebesbriefes muss zum Absender ebenso passen wie zum Adressaten, es geht darum, authentisch zu erscheinen. Wie bildreich und poetisch die eigenen Gefühlszustände beschrieben werden, ist ganz einfach Geschmackssache. Sprachlicher Stuck ist keine Voraussetzung, es sind sogar eher sachlich gehaltene Liebesbriefe möglich. Doch die beschriebenen Gefühle und Gedanken sollten unbedingt die eigenen sein.

Beim Aufbau eines Liebesbriefes kann man sich an einer klassischen Abfolge orientieren – nach der Einleitung, die kurz Grund und Anlass des Briefes nennt, folgt der Hauptteil, in der man ausführlich über sich, das Gegenüber und das, was beide miteinander verbindet spricht. Zum Abschluss geht es oft um etwas konkretes, etwa um ein gemeinsames Treffen.

In zeitlicher Hinsicht beziehen sich die Abschnitte eines Liebesbriefes erst auf die Vergangenheit (Einleitung), auf die Gegenwart (Hauptteil) und die Zukunft (Schlussteil) der Beziehung. Für die Länge eines Liebesbriefes gibt es keine festen Regeln, klar ist jedoch, er sollte ausführlicher sein als ein Telegramm, aber nicht die epische Breite eines Romans erreichen.  Um seine Wirkung zu entfalten, braucht ein Liebesbrief grundsätzlich nicht mehr als eine DIN A4-Seite.

Vorbilder für wirkungsvolle Liebesbriefe

Liebesbriefe sind eine der ältesten Gattungen überhaupt, die Zahl der Vorbilder ist also groß. Wer bei Altmeistern wie Ovid oder Horaz nachschlägt, wo die „Liebe ewiglich ihre Flügel schlägt“, „nicht Tür noch Riegel kennt“ und „über alle Dinge den Sieg davonträgt“, merkt jedoch rasch: Liebesbriefe waren anfangs eine eher unpersönliche Kunstform, viel weniger individuell als heute.

Ebenso poetisch wie allgemein gehaltene Liebesbriefe besitzen andererseits einen unschätzbaren Vorteil. Man kann sie als Inspiration für eigene Entwürfe verwenden – und als Steinbruch für schöne Formulierungen oder Zitate. Unter den modernen Vorbildern besonders empfehlenswert sind die „Lettres d’amour“ des legendären Cyrano de Bergerac  (siehe: Herzstiche. Die Briefe des Cyrano de Bergerac, Verlag Hoffmann & Campe). Der erotische Wortschmied aus dem 17. Jahrhundert paarte gekonnt Poesie, eine Prise Humor und viel Esprit.

Mächtig en vogue kamen moderne Liebesbriefe, als das Postsystem die verlässliche und schnelle Kommunikation für jedermann garantierte. Hoch auf dem gelben Wagen reisten nicht nur die Liebenden, sondern viel öfter ihre Briefe von A nach B. Der berühmteste Briefroman des romantisch veranlagten 18. Jahrhunderts – Goethes „Werther“ – strotzt vor postalisch übermittelten Ausdrücken der Liebe ebenso wie des Liebesleids.  Umgekehrt trug die boomende (Liebes-)Romanliteratur zum Boom des Liebesbriefes bei.

Wie emotional es damals im realen Leben zuging, zeigen die Anfangs- und Schlussformeln von zwei prominenten Briefeschreibern: „Ich erwache voll von dir“, beginnt Napoléon Bonaparte 1795 einen Brief an seine vergötterte Joséphine, und schließt mit den Worten: „Bis dahin, mio dolce amor, tausend Küsse, doch gib mir keinen zurück, er würde mein Herz in Flammen setzen…“. „Mein Engel, mein alles, mein Ich“, kritzelt Ludwig van Beethoven 1806 mit dem Bleistift an seine „unsterbliche Geliebte“, bei der es sich wahrscheinlich um Antonie von Brentano handelte.

Im 20. Jahrhundert wurden dagegen manche Romanzen deutlich sachlicher. So schrieb im Frühjahr 1929 der Romancier Hans Fallada an seine spätere Frau Anna Issel: „Liebes Mädchen, ich hoffe, du bist dir ganz klar, dass dich eine finanziell ungewisse Zukunft erwartet, dass ich nicht gesund bin, dass du von mir keine Kinder haben wirst, dass ich gesellschaftlich deklassiert bin.“  Kaum einen Monat später standen die beiden vor dem Traualtar.

Dass es kurz, aber durchaus gefühlvoll geht, bewies Ende der 1960er Jahre das Gitarren-Legende Jimi Hendrix in einem Brief an sein „little girl“: „In dir liegt das Glück – entfessele die Ketten an deinem Herzen, wachse über dich hinaus, schöne Blume die du bist. Ich kenne die Antwort, breite deine Flügel aus, fliege in die Freiheit. Love to you forever...“